Verantwortung beim Rohstoffeinsatz

Henkel bekennt sich zu einer verantwortungsvollen Rohstoffwirtschaft – insbesondere zum Schutz von natürlichen Ressourcen und Biodiversität. Wir setzen seit Jahrzehnten Inhaltsstoffe auf Basis nachwachsender Rohstoffe zur Optimierung von Produkteigenschaften ein, wenn dies unter Berücksichtigung ökologischer, ökonomischer und gesellschaftlicher Auswirkungen sinnvoll ist. In vielen unserer Produkte wie Seifen, Shampoos, Klebestiften oder Tapezierklebstoffen bilden nachwachsende Rohstoffe zentrale Rezepturbestandteile. Der Anteil nachwachsender Rohstoffe in unseren Tensiden – den waschaktiven Substanzen – in unseren Wasch- und Reinigungsmitteln beträgt mehr als 30 Prozent. Dabei handelt es sich um eine indirekte Nutzung, da Henkel diese Rohstoffe wie Palmkernöl über seine Tensid- und Rohstofflieferanten bezieht.

Nachwachsende Rohstoffe in unseren Waschmitteln

Bei den Wasch- und Reinigungsmitteln stellen nachwachsende Rohstoffe historisch eine der wichtigsten Rohstoffquellen dar. Seife – von jeher auch als Waschmittel verwendet – wird seit Jahrtausenden aus pflanzlichen oder tierischen Ölen und Fetten hergestellt. Heute bestehen die meisten Wasch- und Reinigungsmittel aus einer Vielzahl von Inhaltsstoffen, jeweils mit speziellen Funktionen.

Die meisten der großvolumigen Inhaltsstoffe von Wasch- und Reinigungsmitteln sind anorganisch und können nicht durch Inhaltsstoffe auf Basis nachwachsender Rohstoffe ersetzt werden. Eine wichtige Ausnahme bilden Tenside. Sie bestehen aus einem lipophilen – „fettfreundlichen“ – Teil, der aus pflanzlichen oder erdölbasierten Ölen gewonnen wird, und einem hydrophilen – „wasserfreundlichen“ – Teil, der in der Regel erdölbasiert oder anorganisch ist. Tenside, die vollständig aus nachwachsenden Rohstoffen wie Alkylpolyglucosiden bestehen, sind die Ausnahme.

Um optimale Waschleistungen erzielen zu können, setzen wir eine Mischung verschiedener Tenside ein. Bei mehr als der Hälfte basiert der lipophile Teil auf nachwachsenden Rohstoffen – ein Ergebnis der langjährigen Erfahrungen von Henkel mit Inhaltsstoffen auf Basis nachwachsender Öle, wie zum Beispiel das nur für den industriellen Einsatz nutzbare Palmkernöl, und Fette. Der Anteil nachwachsender Rohstoffe liegt insgesamt bei den Tensiden für Wasch- und Reinigungsmittel bei rund 30 Prozent. Die übrigen 70 Prozent teilen sich auf in anorganische und erdölbasierte Bestandteile.

Kosmetikprodukte auf Basis natürlicher und nachwachsender Rohstoffe

In der Kosmetik werden naturbasierte Rohstoffe in allen Produktgruppen eingesetzt. Auf den Einsatz einzelner naturbasierter Wirk- und Duftstoffe in unseren Produkten weisen wir hin, wenn diese mit bestimmten Eigenschaften verbunden sind – beispielsweise die pflegende Wirkung von Sheabutter und Jogurt oder die beruhigende Wirkung von Aloe Vera.

Darüber hinaus arbeiten wir daran, den Anteil von Inhaltsstoffen auf Basis nachwachsender Rohstoffe in unseren Kosmetikprodukten – wo möglich und sinnvoll – zu erhöhen. Werden beispielsweise in einer Rezeptur erdölbasierte Inhaltsstoffe durch stärkebasierte ersetzt, erhöht dies den Anteil der nachwachsenden Rohstoffe und leistet einen Beitrag zur Schonung fossiler Ressourcen. Bei Inhaltsstoffen, die sowohl auf nachwachsenden Rohstoffen als auch auf Erdöl basieren, wird nur der nachwachsende Anteil berücksichtigt. Wenn möglich, berechnen wir den Anteil nachwachsender Rohstoffe, bezogen auf die Trockenmasse unserer Produkte. In manchen Märkten und Produktkategorien umfassen die Kalkulationen allerdings auch das in der Rezeptur enthaltene Wasser. Mittlerweile basieren die Produktformulierungen unserer Seifen, Shampoos und Duschgele mittlerweile zu mehr als zwei Dritteln auf nachwachsenden Rohstoffen. Auch in Stylingprodukten kommen zunehmend Inhaltsstoffe aus erneuerbaren Rohstoffen zum Einsatz. Zum Beispiel werden die mineralölbasierten Verdickersysteme (Polyacrylate) auf stärke- und cellulosebasierte Rezepturen umgestellt.

Dabei verpflichten wir uns, beim Einkauf von nachwachsenden Rohstoffen auch auf ökologische und soziale Aspekte zu achten. So setzen wir vermehrt Inhaltsstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau in unseren Rezepturen ein.

Natürlich kleben

Für Klebstoffe für Konsumenten und Handwerker sowie für die Industrie gibt es eine ganze Reihe von Anwendungen, in denen nachwachsende Rohstoffe wie Stärke, Cellulose, Dextrine und Proteine eingesetzt werden. Beispielsweise verwenden wir nachwachsende Rohstoffe bei Klebestiften, Tapetenkleistern und Verpackungsklebstoffen. Bei Klebstoffen zur Flaschenetikettierung beträgt der Anteil zum Beispiel 45 Prozent.

Fortschritte beim Thema Palm- und Palmkernöl

Am Beispiel Palm- und Palmkernöl wird deutlich, dass der Einsatz von Inhaltsstoffen auf pflanzlicher Basis verantwortungsvoll betrieben werden muss. Um die nachhaltige Herstellung von Palm- und Palmkernöl zu fördern, engagiert sich Henkel seit 2003 beim Runden Tisch für nachhaltiges Palmöl (RSPO). Als weltweit erstes Unternehmen haben wir bereits 2008 RSPO-Zertifikate für ausgewählte Produkte gekauft. Diese Zertifikate sind eine Möglichkeit, nachhaltig wirtschaftende Palmölplantagen zu fördern.

Die geringen Mengen an Palm- und Palmkernöl, die direkt in unsere Produkte einfließen, sind seit 2010 durch entsprechende Zertifikate abgedeckt. 2012 wurde Henkel zum zweiten Mal von Control Union auditiert, die uns die vorbildliche Einhaltung der RSPO-Richtlinien beim Kauf von Zertifikaten für nachhaltige Palm- und Palmkernöl-Herstellung bescheinigte.

Henkel hat sich bis 2015 zum Ziel gesetzt, die gesamte Menge an Palm- und Palmkernöl, die als Rohstoff direkt und indirekt in die Produkte aller Unternehmensbereiche einfließt, durch RSPO-Zertifikate abzudecken. Der Unternehmensbereich Laundry & Home Care hat bereits im Jahr 2012 das weltweite Sortiment an Wasch- und Reinigungsmitteln über RSPO-Zertifikate abgedeckt. Parallel dazu stehen wir im kontinuierlichen Dialog mit unseren Rohstoff-Lieferanten, damit diese ihre Produktion so bald wie möglich auf nachhaltiges Palm- und Palmkernöl umstellen.

Seit Anfang 2011 sind wir zudem Initiator des Forums für nachhaltiges Palmöl. Diese gemeinsame Initiative von Industrie und Handel sowie Nichtregierungsorganisationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz hat das Ziel, eine nachhaltige Palmölwirtschaft zu fördern. Als Grundlage dienen die vom RSPO definierten Standards, die weiterentwickelt und ergänzt werden sollen.

Initiative zum Schutz von Wäldern und Biodiversität

Logo Consumer Goods Forum

Henkel gehört zu den Unterzeichnern eines Beschlusses des „Consumer Goods Forum“ gegen die weltweite Abholzung von Wäldern und für den Schutz der Biodiversität. Die teilnehmenden Unternehmen verpflichten sich, individuell und gemeinsam Maßnahmen zu ergreifen, um die Nettoabholzung der globalen Waldflächen bis 2020 zu stoppen. Für Henkel betrifft dies insbesondere Rohstoffe und Materialien wie Palm- und Palmkernöl oder Papier.  www.theconsumergoodsforum.com

Bild Terra Produktpalette
Bei unseren Haushaltsreinigern Terra basiert der Großteil der Wirkstoffe auf nachwachsenden Rohstoffen anstelle von Erdöl.
Dial

Dial Triple Moisture Body Wash hat eine optimierte Rezeptur: Pflegewirkstoffe auf Basis nachwachsender Rohstoffe und der Einsatz konzentrierter Tenside – waschaktiver Substanzen – reduzieren den CO2-Fußabdruck.

 

Bild Pritt

Die Rezeptur des Pritt Stifts haben wir im Jahr 2000 auf eine nachwachsende Rohstoffbasis umgestellt. Sie enthält 90 Prozent nachwachsende Rohstoffe, bezogen auf die Trockenmasse.

Bild RSPO-Zertifikat

Letzte Aktualisierung: 6. März 2013