Vielfalt als Wettbewerbsvorteil

Seit 2007 ist das globale Diversity & Inclusion Management ein fester Bestandteil der Unternehmensstrategie von Henkel. In einer Matrix-Organisation sorgen Ressortleiter in jedem Unternehmensbereich und regionale Diversity-Botschafter für die Kaskadierung der Diversity-Strategie in den Ländern und Funktionen.

Strategische Handlungsfelder bei der Implementierung zielgerichteter Diversity-Initiativen sind Maßnahmen zur Arbeitsflexibilisierung, zum Austausch und Wissenstransfer zwischen den Arbeitsgenerationen und zur Steigerung des Anteils von Frauen in Führungspositionen. Konkrete Beispiele hierfür sind die weltweite Einführung einer Work-Life Flexibility Charta, die Weiterentwicklung des globalen Mentoring-Programms, weitere gezielte Implementierung von Programmen zur Karriereentwicklung für beide Geschlechter, der Ausbau und die Neugründung von Mitarbeiternetzwerken und die Erweiterung von Unterstützungsleistungen im Bereich Familie & Beruf. Ziel dieser Maßnahmen ist die Weiterentwicklung unserer Unternehmenskultur zu unterstützen, hin zu einem offenen und wertschätzenden Miteinander am Arbeitsplatz.

Relaunch des Henkel Diversity Blogs

Seit März 2012 präsentiert sich der Henkel Diversity Blog im Internet unter www.henkeldiversity.com mit einem neuen und erweiterten Angebot. Neben der etablierten Rubrik der eigenen Blogposts, in denen die weltweiten Diversity-Verantwortlichen von Henkel aktuelle Entwicklungen und Themen im Bereich Diversity kommentieren und reflektieren, fasst der Bereich „Diversity Worldwide“ tagesaktuelle Geschehnisse im Überblick zusammen.

Als besonderes Angebot bietet der Henkel Diversity Blog zudem eine Vorbilder-Datenbank an. In dieser Datenbank berichten rund 100 erfolgreiche Henkel-Mitarbeiter über ihre persönlichen Werdegänge und Erfahrungen in den Bereichen „Weibliche Karrieren“ und „Work-Life Flexibility“
(www.henkeldiversity.com/role-models). Die Vorbilderdatenbank dient als Informationsquelle und Inspiration zukünftiger und bestehender Mitarbeiter, die nach einer beruflichen Weiterentwicklung und Möglichkeiten zur flexibleren Arbeitsgestaltung suchen.

Mit diesem Angebot entwickelte sich der Henkel Diversity Blog zu einer zentralen Anlaufstelle für globale Diversity-Themen im Internet.

„Work-Life Flexibility“

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist in vielen Ländern ein aktuelles gesellschaftspolitisches Thema und ein strategisches Handlungsfeld des Diversity & Inclusion Managements von Henkel. Wir können die Fähigkeiten und Talente unserer Mitarbeiter nur dann optimal nutzen, wenn wir dazu beitragen, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Herausforderungen von Beruf und Familie erfolgreich meistern können.

Flexible Arbeitszeiten und Gleitzeitarbeit sind daher an vielen unserer Standorte bereits seit Langem etabliert. Zudem schaffen Job-Sharing-Modelle, Teilzeitarbeitsmöglichkeiten, Heimarbeit sowie ein flächendeckender Einsatz mobiler Kommunikationsgeräte flexiblere Arbeitsmöglichkeiten. Mit diesen Angeboten stellen wir zudem die erbrachte Leistung des Mitarbeiters in den Mittelpunkt und weniger seine Präsenz am Arbeitsplatz.

Basierend auf einer globalen Selbstverpflichtung, setzten der Henkel-Vorstand sowie das Top-Management im Juni 2012 ein klares Zeichen: Gemeinsam unterschrieben sie die globale Charta für Work-Life Flexibility bei Henkel.

Ziel dieser Work-Life Flexibility Initiative ist es, den Dialog zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten in Bezug auf flexible Arbeitsmöglichkeiten bei Henkel anzuregen. Mehr als ein Drittel aller direkt adressierten Führungskräfte weltweit sind dem Vorbild des Top-Managements gefolgt und haben durch die Unterzeichnung der Charta für Work-Life Flexibility ihrer persönlichen Überzeugung Ausdruck verliehen.

Eine zentrale Kompetenzplattform, die im globalen Intranet von Henkel aufzurufen ist, bietet den Mitarbeitern und Vorgesetzten ausführliches Material zum Thema Arbeitsflexibilität und Implementierung von flexiblen Arbeitsarrangements. Selbstbewertungsfragebögen helfen Mitarbeitern und Vorgesetzen, die individuelle Situation besser zu reflektieren und ein entsprechendes Konzept zu erarbeiten. Führungskräfte aus aller Welt teilen die Wichtigkeit des Themas in persönlichen Statements, die ebenfalls auf der Plattform einzusehen sind.

Die Work-Life Flexibility Initiative wurde weltweit ausgerollt. Ende 2012 hatten sich bereits rund ein Drittel der direkt angesprochenen Führungskräfte den Inhalten der angeschlossenen Charta persönlich verpflichtet. Das lokale und regionale Führungskräfteteam arbeitet nun an der Entwicklung und Anpassung lokaler Richtlinien zu flexiblen Arbeitsformen wie beispielsweise Home-Office-Angeboten. Ende 2013 soll dieser Prozess abgeschlossen werden.

Weltweite Initiativen zur Förderung der Vielfalt und Einbeziehung

Vielfalt am Arbeitsplatz, geprägt durch unterschiedliche Denk- und Arbeitsweisen, ist für uns ein wichtiger Wert und Wettbewerbsvorteil. Unsere Vielfalt ist explizit in Merkmalen wie Nationalität, Geschlecht oder Alter/Berufserfahrung vertreten und implizit in den Talenten, Einstellungen, Werten, Kenntnissen und Fähigkeiten aller unserer Mitarbeiter zu erkennen. Unsere Diversity-Maßnahmen fokussieren sich auf die drei Kerndimensionen Kultur/Nationalitäten (Cultural Diversity), Geschlecht (Gender Diversity) und Alter/Seniorität (Seniority/Generations).

Highlights 2012: Work-Life Flexibility bei Henkel

Land/Region

Instrument

Weltweit

Eine interne Kommunikationskampagne im globalen und deutschen Intranet unterstützte den Roll-Out des Programms. In bilateralen Tandemgeschichten wurden einzelne gute Praxisbeispiele von flexiblen Arbeitsarrangements porträtiert. Ziel dieser Kampagne war es, einerseits die Vielfalt an möglichen flexiblen Arbeitsformen darzustellen, andererseits die positiven Aspekte für Mitarbeiter, Vorgesetzte und Unternehmen herauszustellen. Die Kampagne gehörte zu den am meisten gelesenen Onlineartikeln des lokalen und globalen Intranets.

Deutschland

In Deutschland wurde zu Workshops und Townhall Meetings zum Thema „Work-Life Flexibility“ eingeladen. Zusätzlich informierte das lokale Diversity Management in Abteilungs- und Teambesprechungen über die Initiative und offerierte Beratungsleistung bei der Erstellung flexibler Arbeitskonzepte. Die englischsprachige Kompetenzplattform wurde zusätzlich ins Deutsche übersetzt und Anfang 2013 implementiert. Sie ist nun auch insbesondere für Tarifmitarbeiter leichter verständlich und zugänglich.

Eine Kommunikationskampagne im deutschen Intranet flankierte den Roll-Out in Deutschland und stelle gute Praxisbeispiele für flexible Arbeitsformen dar. Porträtiert wurden hierbei inländische und ausländische Mitarbeiter und ihre Vorgesetzten

Mitte 2010 hat sich ein Elternnetzwerk (eltern@henkel) gegründet, in dem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich aktiv für die Belange berufstätiger Eltern und ihrer Kinder einsetzen. 2012 hat das  Elternnetzwerk unter anderem eine Kooperation mit einer dem Düsseldorfer Betriebsgelände nahegelegenen Schule initiiert, die eine inhaltlich fundierte Nachmittagsbetreuung bis 17.00 Uhr gewährleistet. Zusätzlich hat sich 2012 eine neue Arbeitsgruppe innerhalb des Elternnetzwerks etabliert. Die Arbeitsgruppe „Väter@Henkel“ dient dem Austausch unter Vätern, die entweder bereits Elternzeit genommen haben oder aber eine Elternzeit planen.

Durch die Eröffnung einer dritten Kindertagesstätte am Standort Düsseldorf in 2013 können insgesamt 240 Betreuungsplätze angeboten werden.

Im April 2012 übernahm Kathrin Menges das Amt der NRW-Botschafterin für die Initiative „Erfolgsfaktor Familie“.

Nordamerika

In Nordamerika sind neue Richtlinien zum Thema Work-Life Flexibility eingeführt und bestehende angepasst worden. Neue Formen des flexiblen Arbeitens wurden in allen Unternehmensbereichen erfolgreich implementiert. Zusätzlich wurden die Möglichkeiten des Home Office weiter ausgebaut. Zur Einführung der neuen Richtlinie sowie zum globalen Roll-Out der Work-Life Flexibility Charta wurden gezielte Workshops zum Thema „Arbeitsflexibilisierung“ durchgeführt.

Lateinamerika

In den lateinamerikanischen Ländern wurde die globale Initiative durch neue Angebote im Bereich „Work-Life Balance“ unterstützt. Hier wurden vor allem Angebote wie flexible Anfangs- und Endarbeitszeiten und Home Office weiter vorangetrieben. Ein besonders positiver und nachhaltiger Effekt konnte vor allem bei der Reduzierung von Fahrzeiten wegen einer damit einhergehenden Verringerung der Umweltbelastung festgestellt werden.

Asien / Pazifik

In Australien und Neuseeland wurde die globale Work-Life Flexibility Initiative an die Mitarbeiter kommuniziert. In allen anderen Ländern der Region wurden Vorschläge für Richtlinien zur Arbeitsflexibilisierung erarbeitet und in den Führungsgremien diskutiert. Geplant ist eine flächendeckende Implementierung der Work-Life-Flexibility-Richtlinien im zweiten Quartal 2013.

Mittlerer Osten / Afrika

In Ländern des Mittleren Ostens und Afrika wurde ebenfalls die globale Initiative zur Arbeitsflexibiliserung kommuniziert und in den Führungsgremien diskutiert. Alle Länder der Region planen die Implementierung von Richtlinien zur Ermöglichung flexibler Arbeitsbedingungen und befinden sich schon teilweise in der konkreten Ausarbeitung und ersten Implementierungsansätzen.

Im Oktober 2012 schloss sich das tunesische Top-Management im Rahmen eines Events per Unterschrift der globalen Work-Life Flexibility von Henkel an.

Westeuropa

Auch in den westeuropäischen Ländern wurde die globale Work-Life Flexibility Initiative implementiert und kommunikativ begleitet. In Frankreich wurde ein Pilotprojekt für die Nutzung von Home-Office-Lösungen gestartet, das im Januar 2013 für alle Mitarbeiter geöffnet wurde.

Zentral- und Osteuropa

Der globale Roll-Out der Work-Life Flexiblity Initiative wurde um lokale Richtlinien ergänzt. Hier wurde insbesondere darauf geachtet, dass diese Richtlinien in lokale Landessprachen übersetzt wurden und allen Mitarbeitern zugänglich sind.

Weiterführende Links

Diversity bei Henkel

Diversity Blog

Flexibilität fördern

Teaser
Mit der Eröffnung der dritten Kindertagesstätte „Die Waschbären“ im Sommer 2013 am Standort Düsseldorf passt Henkel das Betreuungsangebot weiter an den Bedarf seiner Mitarbeiter an. Auch so ermöglicht Henkel seinen Mitarbeitern, berufliches Engagement und persönliche Lebensplanung in Einklang zu bringen. Hier: Maria Dominguez Parra, Henkel- Mitarbeiterin in Düsseldorf, holt ihren Sohn Luis aus der Henkel-Kita „Kleine Löwen“ ab.
Charter of Work-Life Flexibility

Letzte Aktualisierung: 6. März 2013