Unsere Compliance-Organisation

Hinter unserer Compliance-Organisation sowie dem Code of Conduct und den Corporate Standards stehen integrierte Managementsysteme und eine Organisationsstruktur mit klar definierten Verantwortlichkeiten. Bereits im Jahr 2007 wurden die bis dahin dezentralen Compliance-Abteilungen in einer zentral geführten und weltweit zuständigen Organisation zusammengeführt, die sämtliche präventiven und reaktiven Aufgaben wahrnimmt.

Der Chief Compliance Officer berichtet direkt an den Vorsitzenden des Vorstands. Unterstützt wird er von unserem interdisziplinär zusammengesetzten „Compliance and Risk Committee“, der Internen Revision sowie von weltweit rund 50 lokalen Compliance-Beauftragten und vom Corporate Compliance Office. Auch unser Konzern-Datenschutzbeauftragter ist organisatorisch der Compliance-Funktion zugeordnet. Gemeinsam koordinieren sie den Informationsfluss und unterstützen unsere Mitarbeiter bei der Umsetzung unserer Anforderungen – zum Beispiel durch speziell an lokale Herausforderungen angepasste Trainings.

Über Verstöße und daraufhin ergriffene Maßnahmen berichtet der Chief Compliance Officer regelmäßig an den Vorstand. Für unsere Mitarbeiter besteht zusätzlich zu den internen Berichts- und Beschwerdewegen die Möglichkeit, Hinweise auf Verstöße gegen unseren Code of Conduct oder Corporate Standards über eine „Compliance Hotline“ mitzuteilen. Diese wird von einem unabhängigen, externen Anbieter betrieben und ist in 74 Ländern verfügbar.

Im Fokus: Kommunikation und Schulungen

Aufgrund unserer globalen Geschäftstätigkeit sind unsere Mitarbeiter in unterschiedlichen Rechts- und Wertesystemen tätig. Viele unserer Mitarbeiter arbeiten in Ländern, denen in Untersuchungen – beispielsweise von Transparency International – ein höheres Korruptionsrisiko zugeschrieben wird. Auch hier gilt für unsere Mitarbeiter ausnahmslos: Henkel lehnt jeden Verstoß gegen Gesetze und Standards sowie unlautere Geschäftspraktiken ab. Um unseren Mitarbeitern klare Verhaltensregeln zu vermitteln und besonders Interessenkonflikte im Arbeitsalltag von vornherein zu vermeiden, liegt ein Schwerpunkt beim Thema Compliance auf regelmäßigen Schulungs- und Kommunikationsmaßnahmen. 2012 wurden weltweit mehr als 11.100 Mitarbeiter in Seminaren zu Compliance-Themen geschult. 

Compliance als Führungsaufgabe

Eine besondere Rolle beim Thema Compliance kommt unseren Führungskräften zu: Aufgrund ihrer Stellung sind sie besonders verpflichtet, Vorbild für ihre Mitarbeiter zu sein. Nur wenn unsere Führungskräfte ein ethisch und rechtlich einwandfreies Verhalten vorleben, bleibt das Thema Compliance ein Leitbild für das tägliche Handeln aller Mitarbeiter. Vor diesem Hintergrund sind alle unsere rund 9.000 Führungskräfte weltweit zweimal im Jahr zur Teilnahme an unseren Compliance-E-Learnings verpflichtet, die vielfältige Compliance-Themen anhand praktischer Fälle adressieren. Der Schwerpunkt liegt hier in den Bereichen Antikorruption sowie Kartellrecht. Auch 2012 lag die Quote der erfolgreichen Teilnahme bei knapp 100 Prozent.

Keine Toleranz bei regelwidrigem Verhalten

Regelwidriges Verhalten ist niemals im Interesse von Henkel. Diesem Grundsatz sind Vorstand und Führungskräfte bei Henkel ausnahmslos verpflichtet. Denn regelwidriges Verhalten untergräbt den fairen Wettbewerb und schadet unserer Vertrauenswürdigkeit und Reputation. Unsere Mitarbeiter legen großen Wert auf ein korrektes und ethisch einwandfreies Geschäftsumfeld. Auf Verstöße gegen Gesetze, Codes und Standards reagieren wir konsequent, auch durch arbeitsrechtliche Schritte. 2012 umfassten diese zwölf Abmahnungen und 43 Trennungen von Mitarbeitern aufgrund von Compliance-relevanten Verstößen.

Weiterführende Links

Corporate Compliance

Letzte Aktualisierung: 6. März 2013